Schatten im Sternenlicht
Lange Zeit glaubte man, dieser Teil des Nephilim-Sektors – insbesondere die Welt Igresh’na – sei vom Hunger des Großen Verschlingers verschont geblieben. Jahrzehnte vergingen, ohne dass man auch nur ein Flüstern aus der Schwärze gehört hätte: kein Rauschen im Warp, kein Lebenszeichen, keine Spur der unbarmherzigen Bestien. Doch die Stille war trügerisch.
Zuerst kamen die Sichtungen vereinzelt: eine Patrouille, ausgelöscht auf einem Randmond; eine Siedlung, deren Bewohner spurlos verschwanden. Zurück blieben nur grauer Schleim und organische Überreste. Bald darauf entdeckten imperiale Aufklärer die ersten Tyraniden – kleine Organismen der Ganten- und Ripperklasse, gefräßig und effizient, begleitet von den bedrohlichen Silhouetten der Tyranidenkrieger.
Die genetischen Analysen der geborgenen Proben ließen den Blutdruck der Apothecarii und Inquisitoren gleichermaßen steigen. Die Spuren wiesen eindeutig auf die Präsenz eines größeren Brutorganismus hin – eines Tervigons, des Erzeugers zahlloser Ganten. Sollte diese Kreatur tatsächlich in der Dunkelheit lauern, wäre dies nur der Anfang.
Denn wo ein Brutvater ist, da folgt der Schwarm. Und wo der Schwarm erwacht, bleibt nichts als Stille.



